ich überlege, ob mein neues Auto ein Golf wird oder nicht. Einerseits ist es ein klasse Auto, aber andererseits gibt es ein paar Sachen die mich zögern lassen. Heute morgen lese ich in der Hamburger Morgenpost, dass die VW-Belegschaft selbst behauptet der Golf sei eine Fehlkonstruktion - sie bräuchten doppelt so lange wie andere, einen Wagen herszustellen.
Was mich auch extrem wurmt, sind die Exzesse von Volkswagen im Luxusmarkt. Ich habe das Gefühl, dass für die Luxusmarken die Basismodelle vernachlässigt wurden.
Die Topmodelle Phaeton und Touareg schlucken mal locker 15 bis 30 Liter, je nachdem wie schnell man fährt. Dann gibts da noch diesen schwachsinnigen 1001 PS Bugatti, der braucht bei Vollgas 100 (!) Liter Super.
Ich habe Kinder und denke, über jeden Liter Sprit, den ich weniger verbrauche, werden sie sich später freuen. In sofern habe ich keine Lust einen Autokonzern, der sich so vehement gegen eine nachhaltige Wirtschaft stellt, zu unterstützen. Vor allem, wenn der auch noch Volkswagen heißt. Im Ursprung haben die mal Autos für das Volk gebaut, und jetzt hat man das Gefühl, die einzige Vision der Konzernchefs ist eine dicke Brieftasche. Ich habe eigentlich keine Lust mit meinem Golf die größenwahnsinnigen Projekte der VW-Bosse zu finanzieren. Andereseits kann die Belegschaft bei VW nichts dafür, dass sie eine schlechte Führung haben. Doch wie kann man anders seine Unzufriedenheit zeigen, als aus Protest ein anderes Auto zu kaufen?
Was meint Ihr?





